Der kleine Sohn, nachdem sein Vater ihm einen Nachmittag lang Jagderlebnisse erzählt hatte: „Ja, Papi, und all die anderen Jäger, wozu werden die gebraucht?“

Wem schlecht wird, wenn er Schweiß erblickt, vor´m Schuß wie´n altes Weib erschrickt, wer niest, wenn er mal Pulver riecht, vor´m Donnerschlag in´s Mausloch kriecht, und abends nicht im Wind kann stehn, dem rat ich, nicht zur Jagd zu gehen.

 

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Schwere Prüfung für 21 neue Jagdscheininhaber

-MR- „Mit Erlangung des Jagdscheines und der Jägerprüfung sind alle von einem „fertigen“ Jäger noch sehr weit entfernt. Was die Absolventen in dem siebenmonatigen Kurs erlernten, muss nun in die Praxis umgesetzt werden – nur Erfahrung macht einen wirklich verantwortungsbewussten Jäger aus. In der Natur strebsam weiter lernen, sich fortbilden und von erfahrenen Jägern lernen, das schult den verantwortungsvollen Umgang mit der Kreatur und dem Wald. Die heutige Prüfung zeigt, dass die Kenntnisse noch nicht optimal vorhanden sind und unbedingt vertieft werden müssen“ – so Prüfungsvorsitzender und Leiter der Jägerprüfung  Kreisjagdmeister Günter Vanck. Edmund Monzel, stellvertretender Vorsitzender, freut sich, dass 21 der ursprünglich 27 Bewerber bestanden: „Bei der Schießprüfung sind 6 durchgefallen, das ist bedauerlich – beweist aber den hohen Anspruch der Prüfer auf Sicherheit und perfekten Umgang mit der Waffe. Ich wünsche mir, dass die neuen Jagdscheininhaber als gewissenhafte Vertreter eines geachteten Standes und Repräsentanten des Naturschutzes auftreten -  und sich nicht als Waffenträger wichtig tun!“ Ausbildungsleiter Ulrich Konrad sieht man seine Erleichterung an. Er erarbeitete in sieben Monaten im Schulungsraum des Gasthaus Servatius in Wengerohr das Basiswissen mit den Kandidaten: „Die Prüfung war sehr schwer. Es ist niemandem etwas geschenkt worden, aber das ist auch gut so. Alle müssen Disziplin lernen, Respekt vor Wild und Natur haben und sich nicht selbst überschätzen. Sie sollten immer vor Augen haben, das sie in der Öffentlichkeit eine verantwortungsvolle Jägerschaft repräsentieren“.  Unterstützt wurde Ulrich Konrad von den Ausbildern:  Michael Lueg  und Ralf Lehnertz für Haar- und Federwild;   Edmund Kohl, Thomas Okfen, Ingo Gesellgen für  Hunde,  Jagdbetrieb,  Brauchtum und Land-und Waldbau;  Niels Rasmussen-Bonne für die Waffentechnik ;  Ulrich Konrad    in Sachen  Wildbrethygiene und  Wildkrankheiten;  Dr. Ralf Glandien im Waffen- und Jagdrecht, Frank Lemke im Natur- und  Tierschutz und der Landschaftspflege. Kreisjagdmeister Günter Vanck, Edmund Monzel und Werner Ruppenthal, die stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich und Frau Renate Kemmer von der Unteren Jagdbehörde des Kreises überreichten die Jägerbriefe an: Robin Bayer, Carl Debus, Tobias Dietzen, Hans-Peter Enders, Martin Flesch, Uwe Gauch, Christine Hölzel, Patrik Kirchen, Jörg Krekeler, Lydia Kröfges, Jan Maas, Bernd Rieth, Max Schäfer, Christian Schell,  Andrea Schenke, Georg Schmidt, Luca Steinbach, Philipp Stoffel, Peter Thiel , Andreas Valerius und  Matthias Wendling.  Die Prüfer:  Frank Neygenfind (Tierarten, Wildbiologie, Wildhege)  Guido Haag (Jagdbetrieb, Brauchtum, Wildschadensverhütung, Land-und Waldbau, Führung von Jagdhunden),  Franz Reiff (Waffenrecht, Waffentechnik)  Ulrich  Pfeiffer (Wildbrethygiene, Wildkrankheiten)  Lothar Schönhofen  (Jagdrecht)  Dr. Hartmut Garth (Tierschutz, Naturschutz, Landschaftspflege) hatte zuvor an zwei Tagen die Prüfung durchgeführt. Traditionell ließ es sich die Bläsergruppe Bernkastel nicht nehmen, musikalisch zu gratulieren – wobei Kreisjagdmeister Vanck im Anschluss  lachend darauf verzichtete, die Bedeutung der einzelnen Jagdsignale abzufragen. Interessenten für das Prüfungsjahr 2012 erfahren Näheres bei Ulrich Konrad: 06571/20812 oder bei der Unteren Jagdbehörde der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich: 06571/142253.

 

 

Die Bläsergruppe Bernkastel

Die stolzen, neuen Jagdscheininhaber mit ihren Ausbilder und derPrüfungskommission

v.l.n.r. Ausbildungsleiter Ulrich Konrad, Kursbester Tobias Dietzen und  Edmund Monzel, stellvertretender Vorsitzender

Fotos: Margret Reugels

 

 

 

 

 

 

Anmeldung und weitere Informationen bei:

Ulrich Konrad (Ausbildungsleiter)

Telefon: 06571/20812

Email: uli.konrad @ web.de

Anmerkung:

Das Seminar findet nur bei einer Mindestteilnehmerzahl von 10 Personen statt.

Sie haben besonderes Interesse an wildlebenden Tieren, Natur und Umwelt und möchten gerne Jägerin bzw. Jäger werden?

Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Seminar für JagdscheinanwärterInnen

im Landkreis Bernkastel-Wittlich

(anerkannt durch die Obere Jagdbehörde Rheinland-Pfalz

 

engagiert – praxisnah – professionell

 

Wie werde ich Jäger ?

In ganz Deutschland gilt, dass jeder, der die Jagd ausüben möchte, einen Jagdschein besitzen muss. Die Erteilung erfolgt in der Regel durch die untere Jagdbehörde (Kreis- oder Stadtverwaltung). Sie darf nur erfolgen, wenn der Bewerber in Deutschland eine Jägerprüfung absolviert hat, die aus einem schriftlichen und einem mündlich-praktischen Teil sowie aus einer Schießprüfung bestehen soll.

Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht 18 Jahre alt sind, darf nur ein Jugendjagdschein erteilt werden. Ein Jugendjagdschein berechtigt nur zur Jagdausübung, wenn der Jugendliche in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer jagdlich erfahrenen Begleitperson ist. Der Jugendjagdschein berechtigt nicht zur Teilnahme an Gesellschaftsjagden. Sobald der Jugendliche volljährig – d.h. 18 Jahre alt – ist, besteht ohne weitere Prüfung Anspruch auf die Erteilung eines regulären Jagdscheins.

Jägerprüfung

Die Prüfung besteht aus einer Schießprüfung und einer schriftlichen,

sowie mündlich-praktischen Prüfung.

a) Schießprüfung

Die Schießprüfung gliedert sich in die drei Disziplinen Flintenschießen, Büchsenschießen und Kurzwaffenschießen. Das Flintenschießen erfolgt auf bewegte Ziele – in der Regel Rollhasen. Beim Büchsenschießen sind sieben Kugelschüsse auf feststehende (Entfernung: 100 m) und drei Kugelschüsse auf eine bewegliche Scheibe (laufender Keiler, Entfernung 50 – 60 m) abzugeben. Von 100 zu erzielenden Ringen müssen mindestens 60 erreicht werden. Das Kurzwaffenschießen erfolgt auf eine Entfernung von sieben Metern auf eine feststehende Scheibe.

b) Sachgebiete der schriftlichen und mündlich-praktischen Jägerprüfung und Referenten im Seminar:

  1. Tierarten, Wildbiologie, Wildhege

Referenten:      Michael Ries, Ralf Lehnertz,

  1. Jagdbetrieb (einschließlich der  Unfallverhütung und des erforderlichen jagdlichen Brauchtums), Wildschadensverhütung, Land-und Waldbau, Führung von Jagdhunden

Referenten: Edmund Kohl, Werner Taube, Ingo Gesellgen

  1. Waffenrecht, Waffentechnik, Umgang mit Waffen und Munition (insbesondere Führung von Jagdwaffen einschließlich Kurzwaffen)

      Referent:    Niels Rassmussen-Bonne

      Schießausbildung: Frank Reuter/Kurt Christ

  1. Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienischen erforderlichen Maßnahmen, Beurteilung der gesundheitlichen unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel

      Referent:    Ulrich Konrad

  1. Jagdrecht

      Referent:    Christian Marien

  1. Tierschutz, Naturschutz und Landschaftspflege

      Referent:    Stefan Lehnertz

                                          

 

 


 

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